Dyskalkulie (Rechenschwäche oder Rechenstörung)
Was versteht man unter Dyskalkulie?
Unter Rechenschwäche oder Dyskalkulie versteht man eine "Teilleistungsstörung" bei ansonsten guter Intelligenz und guten Leistungen in anderen Fächern. Eine Rechenstörung zeigt sich in der Regel bereits in der Grundschule beim Erlernen der Grundrechenarten.
Rechenschwäche erkennen
Folgende Symptom-Auswahl kann auf eine Dyskalkulie hinweisen:
Rechenschwache Kinder
- zählen statt zu rechnen
- benutzen dabei in der Regel die Finger
- verrechnen sich häufig konsequent um 1
- haben Schwierigkeiten beim Rückwärtszählen
- verwechseln grafisch ähnliche Zeichen, beispielsweise E und 3 oder 6 und 9
- verwenden Zahlendreher beim Lesen und Schreiben von zweistelligen Zahlen, etwa 63 statt 36 oder 39 statt 93
- verwechseln Rechenoperationen wie Plus- und Minusaufgaben oder Mal- und Geteiltaufgaben: statt 7 - 3 = 4 rechnen sie 7 - 3 = 10
- haben Probleme beim Zehner-, Hunderter- oder Tausenderübergang
- können mit Platzhalter-, Tausch- und Umkehraufgaben nichts anfangen
- haben Schwierigkeiten beim Lösen von Textaufgaben
- entwickeln häufig psychische Probleme
- zeigen Schwächen in der Konzentrations- und Merkfähigkeit
Mögliche Ursachen einer Rechenschwäche
Nach neueren Erkenntnissen der Gehirnforschung sind Rechenstörungen meist nicht die Folge mangelnder Intelligenz. Kinder mit Rechenschwäche haben häufig Defizite oder Blockaden in den Bereichen der Wahrnehmung und der Motorik, sowie auf den Feldern der Konzentration und der Merkfähigkeit. Diese sind jedoch wichtige Voraussetzungen, damit das Rechnen gelingen kann. In Fachkreisen werden auch gesundheitliche Probleme, Ernährungsfaktoren und besondere psychosoziale Bedingungen als Ursachen für Rechenstörungen diskutiert.
Die Bedeutung des Grundwahrnehmungssystems für das Rechnen lernen
Das Grundwahrnehmungssystem spielt eine außerordentlich wichtige Rolle für die Lernentwicklung eines Kindes, besonders auch für den Erwerb der Kulturtechniken des Lesens, des Schreibens und des Rechnens. Viele Kinder mit Dyskalkulie leiden jedoch unter Wahrnehmungsstörungen. Deshalb überprüfe ich immer zuerst das Grundwahrnehmungssystem als wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Dyskalkulie-Therapie.
Mein Therapieangebot bei Rechenschwäche (Dyskalkulie)
Zu Beginn einer Rechentherapie steht eine ausführliche Diagnostik. Aufgrund der Testergebnisse entwickle ich einen Therapieplan.
Die Bingo®-Rechentherapie ist eine Einzeltherapie und ruht im Wesentlichen auf folgenden Säulen:
- der Auflösung von Lernblockaden beispielsweise mit Methoden aus der Kinesiologie, Craniosacral-Therapie, Klangschalen-Therapie und Klopf-Akupressur.
- dem Aufbau von Motivation, Lernfreude und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten durch Bewußtmachen der eigenen Stärken.
- der Förderung des Grundwahrnehmungssystems zur Verbesserung von Wahrnehmung und Bewegung, insbesondere von Koordination, Grob- und Feinmotorik.
- einem gezielten Training von Konzentration und Aufmerksamkeit.
- Die Förderung mathematischer Fähigkeiten und Fertigkeiten im elementaren Rechenunterricht unter anderem mit der Kybernetischen Methode, die speziell für Kinder mit einer Dyskalkulie oder Rechenschwäche entwickelt wurde.
- der Steigerung des Lernerfolgs durch Lerntypanalyse und Vermittlung effektiver Lerntechniken.
- der Elternarbeit: Die Eltern leisten einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Rechen-Therapie. Ihre Anwesenheit während der Therapiestunden ist erwünscht. Sie lernen dort, wie sie ihr Kind zu Hause kompetent beim Rechnen unterstützen können.
Für weitergehende Informationen besuchen sie bitte auch meine Internet-Seite Bingo®-Rechentherapie und beachten Sie mein Angebot unter Vorträge: "Jedes Kind kann rechnen lernen."
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